Horst Avemann

Horst Avemann

Polizist · geb. 9. 2. 1924 in Parey/Elbe/Prov. Sachsen, zuletzt wohnhaft Am Deich 2, Parey/Elbe/Sachsen-Anhalt
Hingerichtet 12. 9. 1950 in Moskau

Avemann stammte aus einer Arbeiterfamilie und hatte drei Kinder. Der gelernte Maschinenschlosser diente von 1941 bis zum Kriegsende in der Wehrmacht an der Ostfront. Nach dem Krieg arbeitete er als Handelsvertreter. Zuletzt war er beim VP-Kreispolizeiamt in Genthin tätig. Avemann wurde kurz nach seiner Entlassung aus der VP am 12. 3. 1950 in seiner Wohnung in Parey verhaftet. Das SMT Nr. 48240 verurteilte Avemann am 3. 7. 1950 wegen Spionage für den britischen Geheimdienst zum Tode durch Erschießen. Das Präsidium des Obersten Sowjets lehnte sein Gnadengesuch am 8. 9. 1950 ab. Das Todesurteil wurde am 12. 9. 1950 in Moskau vollstreckt. Die GWP rehabilitierte ihn am 10. 10. 2001.

Quelle: Roginskij, Arsenij / Drauschke, Frank / Kaminsky, Anna (Hrsg.), „Erschossen in Moskau…“ Die deutschen Opfer des Stalinismus auf dem Moskauer Friedhof Donskoje 1950–1953, Metropol Verlag Berlin, 4. Aufl. 2020, S. 123